Über leichtes Wasser.
Ist mineralarmes Wasser nicht ungesund?
Die Sorge hören wir oft — und die Antwort beruhigt. Erstens: Die Natur selbst liefert mineralarmes Wasser. Regen kommt praktisch ohne gelöste Stoffe aus den Wolken — und eines der bekanntesten alpinen Quellwässer, das als „leichtestes Wasser Europas“ vermarktete Lauretana, hat laut Hersteller einen Trockenrückstand von nur rund 14 mg pro Liter; viele klassische Mineralwässer enthalten ein Vielfaches davon. Zweitens: Gerade für die Empfindlichsten gilt mineralarm als ideal — die deutsche Mineral- und Tafelwasser-Verordnung erlaubt die Auslobung „geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“ nur für besonders stoffarme Wässer, unter anderem mit höchstens 20 mg Natrium und 10 mg Nitrat pro Liter. Drittens: Unsere Mineralstoffe beziehen wir ohnehin fast vollständig aus fester Nahrung — Käse, Gemüse und Vollkorn liefern ein Vielfaches dessen, was Wasser beiträgt. Wasser ist im Körper vor allem Transportmittel: Je weniger es mitbringt, desto mehr kann es mitnehmen.
Quellen: Lauretana — Herstellerangaben · Mineral- und Tafelwasser-Verordnung, Anlage 6
Und woher bekomme ich dann meine Mineralien?
Aus dem Essen — da kommen sie ohnehin her. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Erwachsenen 1.000 mg Kalzium am Tag — und feste Nahrung liefert das mühelos: 100 g Emmentaler enthalten rund 1.372 mg, mehr als der ganze Tagesbedarf. Schon eine einzige Scheibe (30 g) bringt gut 400 mg mit.
Rechnen wir das Wasser dagegen. „Calciumhaltig“ darf sich ein Mineralwasser nach EU-Recht erst nennen, wenn es mehr als 150 mg je Liter enthält — und selbst von so einem Wasser müssten Sie über sechseinhalb Liter am Tag trinken, um allein Ihren Kalziumbedarf zu decken. Bei gewöhnlichen Wässern ist es ein Vielfaches. Als verlässliche Mineralstoffquelle taugt Wasser schlicht nicht — das Essen erledigt das nebenbei.
Dazu kommt die Form. Der Kalk, der sich in Ihrem Wasserkocher absetzt, ist Calciumcarbonat — in der Nahrungsergänzung die günstigste und am schwersten lösliche Form. Hochwertige Präparate setzen stattdessen auf Citrate, aus gutem Grund: Eine Metaanalyse fand, dass Kalzium aus Citrat je nach Einnahme 22 bis 27 % besser aufgenommen wird als aus Carbonat. Bei Magnesium ist der Unterschied noch drastischer — aus Magnesiumoxid resorbiert der Körper einer Studie zufolge nur rund 4 %, besser lösliche Verbindungen lagen deutlich darüber. Der Körper kann gelöstes Kalzium aus Wasser also durchaus aufnehmen — es scheitert nicht an der Aufnahme, sondern an Menge und Form. Essen Sie gut und abwechslungsreich; Ihr Wasser darf derweil das tun, was es am besten kann: lösen, transportieren, erfrischen.
Quellen: DGE — Fragen und Antworten zu Calcium (PDF) · Richtlinie 2009/54/EG, Anhang III · American Family Physician (2000) — Metaanalyse Citrat vs. Carbonat · Magnesium Research (2001), PubMed
Und der pH-Wert? Ist gefiltertes Wasser nicht sauer?
Leicht — und das ist völlig natürlich. Die Membran hält den Kalkpuffer zurück, die natürliche Kohlensäure bleibt: Der pH-Wert liegt dann typischerweise zwischen 6 und 6,8 — in derselben Nachbarschaft wie natürlicher Regen (etwa 5,6) und das berühmte alpine Lauretana (6,0 an der Quelle). Die enthaltene Säuremenge ist dabei so winzig, dass wenige Milligramm Natron einen ganzen Liter neutralisieren würden. Und Ihren Säure-Basen-Haushalt regelt Ihr Körper ohnehin selbst — sehr zuverlässig, über Blutpuffer, Nieren und Lunge.
Der pH-Wert bei leichtem Wasser — der ganze Artikel mit allen Quellen →
Warum schmeckt Wasser manchmal bitter oder metallisch?
Meist liegt es nicht am Wasser, sondern am Mund. Unser Geschmacksempfinden hängt stark vom Mundmilieu ab: Zucker, Säuren oder auch Zahnfüllungen verändern, wie Wasser schmeckt. Ein kleines Experiment: Essen Sie einen Löffel Zucker und trinken Sie fünf Minuten später ein Glas Wasser — es schmeckt völlig anders als vorher. Reines, gefiltertes Wasser ist die neutralste Grundlage, die es gibt; was wir darauf schmecken, bringen wir oft selbst mit.
Wohin verschwindet eigentlich, was die Membran zurückhält?
Direkt in den Abfluss — und genau das ist der Clou. Die Membran arbeitet wie unsere Niere: Sie trennt das Wasser und spült alles Zurückgehaltene sofort mit dem Spülwasser aus. Sie ist kein Mülleimer, der sich füllt und irgendwann selbst zur Belastung wird. Nichts wird gesammelt, nichts wird gespeichert — deshalb bleibt die Qualität über Jahre gleich.
Verbraucht so ein System nicht viel Wasser?
Ehrliche Antwort: Es braucht Spülwasser — ungefähr drei Liter je Liter reines Trinkwasser. Das klingt nach viel, ist es aber nicht: Für den Trinkbedarf einer Familie sind das etwa 15 Liter am Tag. Zum Vergleich: Laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) verbraucht jeder Mensch in Deutschland im Schnitt 122 Liter täglich (Stand 2024) — das Spülwasser macht also nur gut ein Zehntel aus, und es arbeitet dabei für Ihre Gesundheit.
Und die gekaufte Flasche? Auch sie kostet Wasser — nur sieht man es nicht. Schon beim Abfüllen gehen laut einer vom Branchenverband der Wasserabfüller beauftragten Studie im Schnitt 1,39 Liter Wasser je fertigem Liter drauf, die Verpackung nicht mitgerechnet; mit Herstellung der Flasche kommt das Pacific Institute auf rund 3 Liter je Liter — und auf einen Energieaufwand, der im Schnitt einer zu einem Viertel mit Öl gefüllten Flasche entspricht. Mehrwegflaschen werden zusätzlich gespült (rund 120 Milliliter je Flasche), gelagert und quer durchs Land gefahren — Einwegflaschen laut Deutscher Umwelthilfe im Schnitt rund 450 Kilometer, Mehrweg etwa halb so weit. Beim Wasserverbrauch spielt Ihr System also in derselben Liga wie die Flasche — nur ohne Lkw, ohne Kistenschleppen, ohne Verpackung.
Und bei den Kosten? Ein Liter Leitungswasser kostet in Deutschland im Schnitt 0,2 Cent. Selbst wenn Sie Spülwasser und Abwassergebühr mitrechnen, liegt der selbst gefilterte Liter deutlich unter zwei Cent — mit jährlicher Wartung und Filterwechseln bleiben es unterm Strich wenige Cent je Liter. Das Umweltbundesamt bringt es auf den Punkt: Den kompletten Tagesbedarf eines Menschen — Duschen, Kochen und Waschen inklusive — gibt es frei Haus für etwa 27 Cent, und „dafür bekommt man kaum eine einzige Flasche Mineralwasser“.
Quellen: BDEW — „Wasserfakten im Überblick“ (2025) · BDEW — „Zahl der Woche“: 0,2 Cent je Liter · Umweltbundesamt — Trinkwasser aus der Leitung · Pacific Institute — Bottled Water and Energy (PDF) · Antea-Group-Studie für den Abfüllerverband (2013) · Deutsche Umwelthilfe — Mehrweg-FAQ
Über die Technik.
Noch mehr dazu zeigt übrigens unsere Technik-Seite — in zwei Minuten erklärt.
Warum ein Vorratsbehälter — und keine Direct-Flow-Anlage?
Direct-Flow-Anlagen (mit elektrischer Pumpe, ohne Vorratsbehälter) sind für große Wassermengen gebaut — Gastronomie, Industrie. Im Privathaushalt mit rund 15 Litern Trinkwasser am Tag liefen sie nur wenige Minuten täglich; das Wasser stünde lange unbewegt im System — nicht gut für die Qualität. Unser System mit kleiner Membran und Vorratsbehälter hält das Wasser in Bewegung, lagert es dunkel und kühl und kommt dabei ohne Strom und Elektronik aus: weniger Technik, weniger Wartung, längeres Leben. Nach über drei Jahrzehnten Erfahrung sind wir sicher: Fürs Zuhause ist das das richtige System.
Passt das System in meine Küche?
Bisher immer. Das Untertisch-System verschwindet im Spülenunterschrank — und wenn der voll ist, gibt es das Platzspar-System oder kreative Wege: Fußleiste, Nachbarschrank, sogar der Keller ist möglich. Die 3-Wege-Armatur ersetzt einfach Ihren vorhandenen Wasserhahn, ein zusätzliches Loch in der Spüle braucht es nicht. Über 2.500 Kunden — für jede Küche wurde eine Lösung gefunden. Zwei Fotos (Spüle von oben, Unterschrank von innen) genügen, und wir sagen Ihnen genau, wie es bei Ihnen aussieht.
Welche Materialien stecken im System?
Alles, was Ihr Wasser berührt, ist lebensmittelecht: der Vorratsbehälter mit Butyl-Membran, hochwertige Kunststoffe (PE-HD) — bewusst keine Recycling-Kunststoffe — und eine Membran mit Kern auf Zellulosebasis. Gefertigt wird in Deutschland.
Wie viel Wartung braucht das System?
Einmal im Jahr — und Sie müssen nicht einmal daran denken, denn wir melden uns bei Ihnen. Sie entscheiden dann: Wir schicken Ihnen das Wartungsset zu (die Filter sind dank Modulsystem in Minuten gewechselt), oder unser Techniker kommt vorbei und übernimmt alles.
Wie lange hält das System — und was passiert danach?
Gut ein Jahrzehnt und länger — unsere Systeme sind robust und jederzeit reparierbar, kein Wegwerfprodukt. Nach etwa zehn Jahren altern allerdings auch die besten Materialien: Dichtungen und Druckschläuche verlieren Elastizität, der Vorratsbehälter sollte aus hygienischen Gründen erneuert werden. Werden all diese Teile getauscht, kommt die Summe einem neuen System nahe — deshalb bieten wir dann „Alt gegen Neu“ an: modernste Technik, frische Garantie, und die alte Anlage nehmen wir mit.
Gibt es eine Garantie?
Ja: zwei Jahre, bei regelmäßiger Wartung. Und darüber hinaus gilt bei uns, was keine Garantiekarte verspricht: Wir bleiben erreichbar. Ein Anruf genügt — auch nach Jahren.
Über den Weg zu Ihrem Wasser.
Was kostet das?
Eine ehrliche Antwort verdient echte Zahlen — und die bekommen Sie schwarz auf weiß: Im kostenlosen Infopaket liegt die komplette Preisliste für Kauf und Miete, ohne Sternchen. Nur so viel vorab: Es gibt beide Wege — den Kauf (deutschlandweit) und die Miete mit Rundum-Service (regional) als unkomplizierten Einstieg. Was sich für Sie rechnet, hängt vor allem davon ab, wie viel Flaschenwasser Sie heute kaufen und schleppen.
Wie läuft der Einbau ab?
Unkompliziert: Sie schicken uns vorab zwei Fotos Ihrer Küche, wir kommen bestens vorbereitet. Der Einbau dauert in der Regel ein bis zwei Stunden — ordentlich, leise und mit sauberen Schuhen. Danach läuft das System jahrelang, ohne dass Sie etwas tun müssen.
Dann stellen Sie sie uns.
Bei uns geht ein Mensch ran — und der kennt die Antwort meistens auswendig.
Anfrage starten oder direkt: 06764 / 2877 · Mo–Fr 9–13 Uhr← Zurück zur Startseite